Feeds:
Artikel
Kommentare

Tatsächlich wird es für PR-Abteilungen in der Krise in vielen Fällen sogar schwieriger ihre Botschaften mehr oder weniger ungefiltert in die Presse zu bringen. Auch der Leser hat in dieser Hinsicht eine neue Sensibilität entwickelt. Eine abgeschriebene Pressemitteilung lässt sich über einen Internet-Vergleich schnell als ebensolche entlarven. Somit verschiebt sich das Gewicht, also die Deutungshoheit über die Nachrichtenlage, gerade jetzt wieder stärker auf die Seite der Journalisten.“

Carsten Knop in ad hoc

Den ganzen Beitrag lesen

Der Medienwissenschaftler Stephan Weichert hatte trübe Aussichten für Journalisten zum Mainzer Mediendisput mitgebracht. Der Professor an der Hochschule für Medien und Kommunikation in Hamburg gab eine Prognose ab, die nicht nur Menschen, die mit Journalismus ihr täglich Brot verdienen, beunruhigen sollte: «Ein Markt für Qualitätsjournalismus wird noch zehn Jahre lang existieren», sagte Weichert bei der Medienveranstaltung im ZDF-Sendezentrum auf dem Mainzer Lerchenberg.

Für Journalisten gebe es keine Existenzgarantie, sagte Weichert. Parallel zum Abstieg der herkömmlichen Medien erwartet er eine Professionalisierung der Internet-Blogs. In absehbarer Zeit werde es wohl keine herkömmlichen Berufsjournalisten mehr geben: Für Journalisten könne die Arbeit künftig darin bestehen, auf eigenen Internetplattformen Inhalte zu publizieren und damit auch Einkünfte zu erzielen. In den USA gebe es bereits erste Ansätze dafür, sagte Weichert.

Er warb zugleich um Verständnis für Medienunternehmen, die ihre Mitarbeiter zu schlechten Bedingungen beschäftigen. Nicht nur Journalisten, sondern auch Verlage hätten Zukunftsangst: «Auch die Verleger wissen, dass ihr Geschäftsmodell dem Tode geweiht ist.» Dagegen übte Gerhard Manthey von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi scharfe Kritik an der Honorarpolitik der Verlage. Selbst in wirtschaftlich guten Zeiten seien nur die Gewinne, aber nicht die Honorare gestiegen. «Viele freie Kollegen arbeiten auf Hartz-IV-Niveau», sagte Manthey. Besonders «unsittlich» sei die inzwischen weit verbreitete Forderung an freie Mitarbeiter, bei Presseterminen nicht nur zu berichten, sondern auch Anzeigen anzuwerben. mehr

Quelle: Netzeitung vom 11. November 2009

Gestern gelauncht …

… LITTLE BERLIN – eine Website über das bayerische-thüringische Dorf Mödlareuth. Hier wurde die Mauer erst fünf Jahre später gebaut als in Berlin. Bis heute gibt es alles doppelt: Bürgermeister, Postbote, Rathaus – zwei unterschiedliche Vorwahlen sogar.

Volontäre der Axel Springer Akademie haben diese sehenswerte Seite gestaltet und mit Inhalt gefüllt.

Zum 9ten November

IMGP3989Ein Gespräch zwischen Udo Lindenberg und Uwe Hassbecker. „Freunde, irgendwie verwandt, im selben, doch im anderen Land“.

Zusammengefasst von Christoph Stölzl in der Berliner Morgenpost vom 01. November 2009.

Silly, die Band, in der Hassbecker spielt, ist Udo Lindenberg sofort aufgefallen durch ihre Lead-Sängerin Tamara Danz, „diese hinreißende, leider sehr, sehr jung verstorbene große Sängerin, deren Stimme, Attitüde, deren Sound und auch deren Courage, wie man sie so mitkriegte, herausragend waren“. Er hat damals gespürt, dass Silly „gern noch ein bisschen krasser an die Texte rangegangen wären“. Silly half sich mit Tricks gegen die DDR-Zensur. „Tamara hat das als grüne Elefanten bezeichnet, Sätze, die für den Text gar nicht wichtig waren, aber über die unsere Zensoren stolpern mussten. Die wurden dann bereitwillig rausgenommen – und der eigentliche Text konnte so bleiben.“ Udo Lindenberg, der Erfinder einer ganz neuen Rockmusik-Lyrik, schätzte die Metaphern und die Symbolsprache und die mehrdeutigen Geschichten der DDR-Rockbands.“

Kultrocker Udo Lindenberg hat seinen ganz eigensinnigen Songwettbewerb ins Leben gerufen und schreibt ihn jetzt neu aus – den Panikpreis. Dabei kommt es vor allem auf die Texte an. Junge Musiker, Texter, Lindi- und Individuelle, Provokateure, Pioniere und konsequente Klartextler sind aufgerufen mitzumachen. Eingereicht werden drei neue Songs auf Deutsch oder mit einem hohen deutschsprachigen Anteil. Inspiration sollten die Werke von Udo Lindenberg und Hermann Hesse sein, die stets ihren eigenen Weg gegangen sind. Der Panikpreis bietet Nachwuchsbands und Einzelkünstlern die Chance auf professionelle Unterstützung. Experten aus der Branche geben Tipps für den sicheren und nachhaltigen Einstieg ins Musikgeschäft.

Projekt4

Alles ist möglich, musikalische und textliche Grenzen gibt es nicht. „Experimentell neue Wege gehen, hab ich von Hermann gelernt, du gehörst nicht zur stummen Armee der Normalos. Wir feiern das highlige Unikat. Kein Massen-Gesäusel wie bei „Superstars & Co“. Das wollen wir hören beim Panikpreis“, so Udo Lindenberg über seine Intention, den Wettbewerb auszuschreiben.

Die Bewerbungsphase läuft vom 15. Oktober 2009 bis 31. März 2010. Eine mit hochkarätigen Persönlichkeiten aus Musik und Medien besetzte Jury unter Vorsitz von Udo Lindenberg wählt aus allen Einsendern 10 Halbfinalisten, die dann erneut eine Live-DVD einschicken müssen. Nach Überprüfung der Live-Fähigkeiten bestimmt das Gremium dann die sechs Finalisten, die im Juli 2010 beim großen Panikpreis-Finale auf dem Marktplatz in Calw live gegeneinander antreten.

Für den ersten Platz gibt es 3.000 Euro und einen Auftritt gemeinsam mit Udo Lindenberg & Panikorchester noch am selben Tag. Die Zweitplatzierten werden zu einem Panikkurs mit Udo Lindenberg und seinen Experten nach Hamburg eingeladen und bekommen 2.000 Euro. Ein Coaching an der Popakademie in Mannheim, sowie 1.000 Euro winkt den Dritten. Für die beste Hermann-Hesse-Vertonung schreibt die Sparkasse Pforzheim Calw einen Sonderpreis aus, der mit 750 Euro dotiert ist.

Newcomer-Bands und Einzelkünstler können ab sofort auf der Webseite der Udo Lindenberg Stiftung die Ausschreibungsunterlagen runterladen und sich auf dem Bandportal registrieren. Hier können sie ein eigenes Profil anlegen und die Wettbewerb-Songs präsentieren. Als Inspiration kann auf diesen Seiten auch erforscht werden, was die Weltsicht von Udo Lindenberg und Hermann Hesse verbindet.

UDO Stift Logo Die Udo Lindenberg Stiftung schreibt den Panikpreis bereits zum zweiten Mal aus. Sie fördert junge Musiker durch Wettbewerbe und Preise und will dazu beitragen, das Werk von Hermann Hesse mit moderner Musik zu verbinden. Im Geiste des Stifters unterstützt sie darüber hinaus nationale und internationale Aktivitäten und möchte weltweit den Schwächeren zur Seite stehen. So konnten durch das Panikpreisfinale und Spenden in 2008/2009 rund 40.000 Euro für eine Einrichtung in Tansania gesammelt werden, die über 300 Straßen- und Waisenkindern Heim- und Ausbildungsstätten bietet.

Auch in diesem Jahr wird die Udo Lindenberg Stiftung wieder ein Projekt in Afrika unterstützen. Nähere Informationen hierzu folgen. (ak)

Medieninfo download

Ausschreibungsunterlagen download

Panikpreis im Internet

Mehr zur Udo Lindenberg Stiftung

Rückfragen:

Journalisten wenden sich bitte an:

Arno Köster, arnokoester(at)udo-lindenberg-stiftung(punkt)de

Bewerber können nachfragen bei:

Sandra Schumm, info(at)panikpreis(punkt)de

Am 16. November geht die erste personalisierte Tageszeitung für Deutschland an den Start,  Niiu wird sie heißen. Potentielle Käufer sollen sich hier registrieren und so eine Zeitung nach ihren persönlichen Interessen zusammenstellen. Das Ganze wird dann gedruckt und auf klassischem Postweg ausgeliefert.

Zunächst erscheint das Blatt mit bis zu 24 Seiten, die Inhalte werden aus BILD, Süddeutsche, B.Z., New York Times oder Frankfurter Rundschau generiert. Auch Beiträge aus Blogs und anderen Online-Quellen fließen ein.

Ob die Welt allerdings darauf gewartet hat, darf bezweifelt werden.  Medienexperten  sehen niiu nicht auf der Erfolgsspur. In den USA ist ein ähnliches Projekt bereits gescheitert.

Mehr Hintergründe drüben bei turi2.de

niiu online

Ältere Artikel »