Deutsches Fernsehen, drittes Programm.

Die Deutsche Welle will über eine engere Zusammenarbeit mit ARD und ZDF das Auslandsfernsehen der Bundesrepublik neu ausrichten. „Wir müssen endlich die Trennung zwischen den Medien für das Inland und das Ausland aufheben und unsere Ressourcen gemeinsam nutzen“, sagte der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann, in Berlin. Als Beispiel sieht Bettermann die britische BBC mit ihren beiden Programmsäulen für den heimischen und den internationalen Markt.

„Die Bundesrepublik leistet sich teure Doppelarbeit“, sagte Bettermann. Mit einem Etat von rund 275 Millionen Euro stehe die aus Steuern finanzierte Deutsche Welle in Konkurrenz zu einer wachsenden Zahl internationaler Sender – von der britischen BBC bis zu Al- Dschasira oder France 24.

„Keine Rundfunkgebühren für Auslandsfernsehen und keine Steuermittel für ARD und ZDF – ich frage mich, wie lange wir an diesem Dogma festhalten können“, sagte Bettermann. Dabei wäre es denkbar, dass auch die Deutsche Welle innerhalb Deutschlands als Programmanbieter auftritt. In den kommenden Monaten will Bettermann mit der Politik in Berlin und den für Rundfunkpolitik maßgeblichen Ministerpräsidenten der Länder über seinen Vorschlag sprechen.

Die Politik müsse endlich Klarheit schaffen, „wie die mediale Visitenkarte der Bundesrepublik“ aussehen soll. Die Medienlandschaft stehe mit dem Internet vor einem tiefgreifenden Wandel, dem sich auch die öffentlich-rechtlichen Sender der Bundesrepublik früher oder später auch stellen müssten. mehr

Quelle: dpa
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