TFF 2009: Kleine Netz-Presseschau

Zwei TürmeZwei Türme warten auf Beschallung (Foto: ak).

Ein Teil der rund 30 000 Menschen, die sich am Ende dank Mehrfachzählung der Dauerkartenbesitzer auf 70 000 Besucher summierten, ist längst wieder in der Heimat, hat womöglich den ersten Arbeitstag schon hinter sich – und schreibt seine Eindrücke im TFF-Internetforum nieder.

Die reichen in diesem Jahr von brillant, traumhaft und perfekt bis zu Kritik von langjährigen Besuchern. Kritisiert werden vor allem zwei Neuerungen, die doch nicht so gut ankamen wie von den Veranstaltern erhofft. Dass es mit drei nur noch halb so viele Kassen gab wie bisher, sorgte vor allem am Sonnabend für lange Schlangen und viel Unmut an den verbliebenen Kassen. Vermisst wurde von mehreren TFF-Gästen auch die „alte“ Bühne am Neumarkt mit ihrer einzigartigen Atmosphäre.

Ostthüringer Zeitung – Der ganze Artikel hier.

Gogol BordelloGogol Bordello beim Konzert auf der Heidecksburg (Foto: ak).

Einen Besucherrekord, 70.000, hat es gegeben, dabei war das Programm des TFF diesmal gar nicht mit all zu vielen bekannten Namen gespickt. Abgesehen von Lucinda Williams und Gogol Bordello. Letztere sorgten noch vor dem offiziellen Beginn mit ihrem Sonderkonzert für einen der Höhepunkte des Festivals. Denn Sänger Eugene Hütz, der 1986, nach Tschernobyl, aus der Ukraine floh und inzwischen in den USA lebt, ist ein Naturereignis – mit gehörigem Kunstanteil. Wie ein Derwisch tobt er über die Bühne, vermittelt einen Eindruck davon, wie aufregend Leben und Kunst sein können. (…)

Die Faszination des TFF rührt daher, dass sich dort nicht nur gleich und gleich gesellen, sondern dass das Festival Raum für viele unterschiedliche Lebensentwürfe bietet. Das gilt für die Musik und für das Publikum. Das TFF ist auch für viele Gäste eine Bühne, auf der sie sich präsentieren können – vom Achtundsechziger bis zu den ganz jungen Wilden, die noch morgens in den Saalegärten zur World Wide Club Culture tanzen, wenn auch nicht Schuhplattler, obwohl der zum Tanzschwerpunkt des Jahres gehört. Dem haben sich wiederum D‘ Schwuhplattler verschrieben, begeistert aufgenommener, weltweit einziger schwuler bayerischer Schuhplattlerverein.

Freie Presse Chemnitz – Der ganze Artikel hier. Fotogalerie hier.

BadezuberBadezuber auf dem Kinderfest (Foto: ak).

272 Bühnen-Acts binnen 72 Stunden ließen das befragte Publikum erneut  zu Superlativen der Einschätzung greifen: „Einmalig“, „Grandios“, „Fesselnd“ lauten die Bewertungen, wobei die tolle Organisation und das Einbeziehen der ganzen Stadt besonders gelobt werden. 70 Liter Flüssigseife, 5000 Rollen Toilettenpapier, 169 Stände mit 61 Imbissanbietern, 80 Getränkezapfer tanzen da fast aus der Rolle des musikalischen Programms. So verschmerzten die Folkies ganz locker den Ausfall der Gruppe „Leningrad“, die für den Heinepark geplant war, sich aber im Dezember auflöste. Um so größeres Interesse fand Samstagnacht Südstaaten-Country-Legende Lucinda Williams auf der Heidecksburg, jene Songwriterin, die schon mit Bob Dylan gemeinsam Musikgeschichte schrieb.

Freies Wort – Der ganze Artikel hier. Fotogalerie hier.

Während die Veranstalter ihr Musikfestival als „rundum gelungen“ bezeichneten, gab es im Publikum auch Kritik, etwa dass die musikalische Bandbreite nachgelassen habe. Und so sehr sich die Veranstalter über steigende Besucherzahlen freuen können – Probleme gibt es genug: Einen Rekordwert meldeten sie schließlich mit gut 1,5 Millionen Euro auch bei den Kosten.

MDR Online. Der ganze Beitrag hier (mit Bilderschau).

Hans SöllnerHans Söllner am Sonntag beim Konzert mit Bayaman´ Sissdem auf der Heidecksburg (Foto: ak).

Vielfalt war einer der Trümpfe auch beim 19. Rudolstädter Festival: Der 29-jährige Lateinamerikaner Cristóbal Repetto war als ungewöhnliche neue Tango-Stimme zu erleben. Die junge chinesische Sängerin Gong Linna entdeckte als Popstar ihre Liebe zur traditionellen Musik und erschließt sie nun für heutige Ohren. Mittelalter-Musik aus Lettland und Estland spielte die Gruppe „Auli“ auf Trommeln und Dudelsäcken. Eine Virtuosin auf denselben Instrumenten war Mercedes Peón aus der spanischen Provinz Galicien. Mit ihrem kraftvollen, beinahe rockigen Gesang, der an Gianna Nannini erinnert, gilt sie als Erneuererin der galizischen Musiktradition.

MDR Figaro. Ein umfassendes Online special und eine Bilanz von Michael Kleff finden Sie hier.

Siehe auch hier

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