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Archive for September 2009

Von Jörg-Peter Klotz

Anders als Xavier Naidoo habe er zwar keinen Bus zur Verfügung, „aber ich spiele euch meine neuen Songs gern im Auto vor“, schlägt Rolf Stahlhofen am Telefon vor. Einen Tag später fahren wir durch Mannheim im Altweibersommer. Die Single „Wenn Dir die Liebe fehlt“ und der Titelsong seines zweiten Soloalbums „Besser jetzt als nie“ klingen in Konzertlautstärke aus den Boxen. Typisch Stahlhofen: starker Gesang, positive Texte, eingängige Hooklines, Hauptthema: Liebe. Zentrale Botschaft: Was nützen Geld, Erfolg, Macht oder Glaube ohne diese Liebe? Mit vielen Qualitätsmusikern aus der Metropolregion: Joerg Dudys (Gitarre), Ralf Gustke oder Michael Germer (jeweils Schlagzeug).

Neu ist der poppigere Grundsound, leichter und radiotauglicher als das Vorgängeralbum „Zeit was zu ändern“ (2003), dessen Erfolg trotz seiner sehr gelungenen Orientierung an allem, was in der Songwriter-Geschmacksmusik gut und teuer ist, überschaubar geblieben war. Zumindest in Deutschland, in der Schweiz ist der Ex-Söhne-Mannheims-Sänger seitdem eine feste Größe. Sein Debüt findet Stahlhofen mit dem Abstand von sechs Jahren „musikalisch und textlich etwas verkopft“. Es habe gut getan, die neue CD in Schweden, gut 1000 Kilometer von Mannheim entfernt, zu erarbeiten. „Das hat mich lockerer gemacht.“ Zur Lockerheit hat auch der schwedische Erfolgsproduzent und Gitarrist Paulo Mendonca beigetragen, der den Klang des Albums bei der insgesamt gut vierjährigen Kooperation ganz wesentlich geprägt hat: „Dem war meine Vorgeschichte egal, Paulo kennt nicht mal die Söhne Mannheims. Der hat sich erstmal meine Sachen angehört und ist fast zusammengebrochen: ,Too many words, man!‘ (zu viel Text!)“

Das Rezept aus der schwedischen Hitschmiede: Wörter rausnehmen, mehr auf Melodien achten, entspannt singen. In der Tat klingt das Mikrofon-Kraftwerk Stahlhofen jetzt deutlich entspannter, presst die Silben weniger. „Er hat mir beigebracht, anders zu singen – ausgeglichener, so dass mehr Freude und Leichtigkeit rüberkommt.“ Ganz leicht sei das nicht gewesen, gibt der 41-Jährige zu: „Als Liederschreiber bist du ja schon ein wenig davon überzeugt, dass jedes deiner Worte ein Geschenk an die Menschheit ist.“

Dass eine so lange Zeit zwischen den beiden Platten liegt, ficht den Sänger nicht an: „Das mag sich lange anhören, aber ich hatte keine Langeweile.“ Neben der Tabaluga-Tour mit Maffay, der aufwendigen Vorbereitung der Benefizshow zur SAP-Arena-Eröffnung und der neuen Platte habe er sich auch mal Zeit für sich genommen – schließlich ist der Sohn Mannheims vor 16 Monaten auch Vater geworden. „Da bist du mindestens ein Jahr lang in einer ganz anderen Welt. Es gibt halt noch was Anderes als Musik.“ Dem Töchterchen ist der gefühlvolle Song „Alles für mich“ gewidmet. Die ungewöhnlichste Nummer ist wohl „Magie“, ein fröhlicher Uptempo-Popsong wie ein später Roxette-Hit, bei dem Stahlhofen seine markante Stimme am deutlichsten zurücknimmt. Stark gemacht, aber für altgediente Fans vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Aber unter den zwölf Songs gibt es auch genug klassisches Material: In „Danke“ beweist der Neu-Feudenheimer, dass er auch mit Sprechstimme genug Soul verbreiten kann, um eine Art Telefonbuch spannend abzusingen. Die wunderbare Pianoballade „Gut so wie es ist“ würde die emotionalsten Elemente transportieren, wenn es nicht noch „Ich hab deine Nummer“ gäbe. Die schlichte Akustik-Funk-Ballade in der Tradition von „Hallo Engel“ bis „Abschied nehmen“ ist einem verstorbenen Freund und Techniker gewidmet und sorgt schnell für Gänsehaut: „Ich hab deine Nummer noch im Telefon, doch da oben im Himmel, da gibt’s kein Vodafone.“ So eine Autofahrt durch Mannheim im Altweibersommer deckt mitunter ein breites Gefühlsspektrum ab. Ab Freitag kann das jeder selbst ausprobieren.

Quelle: Mannheimer Morgen vom 30. September 2009

Rezensionsexemplare für Print- und Online-Kollegen: Mail an contact (at) easttoolsmedia (punkt) de

Presseinfo hier

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Rocklinerr.jpg.64237Udo Lindenberg hat sein Schiff gefunden. Vom 5. bis 9. Mai 2010 geht es mit TUI Cruises auf die erste große Fahrt,  aus  „Mein Schiff“ wird der weltweit erste „Rock-Liner“.  An Bord erwartet die Gäste ein wahres Expertentreffen, Live-Auftritte von Udo Lindenberg & Panikorchester,  sowie weitere Konzerte von Top-Stars aus der Chef-Etage der deutschen Rock-Szene.

Die Idee zum Rockliner hatte Seefahrt-Fan Lindenberg schon vor einiger Zeit. Auf seiner Homepage schreibt er: “ Volle Kraft voraus für uns Panik-Pioniere zur See, yeah, wir rocken den Ozean und gucken nach, was hinter den Horizonten so los ist. Ein lang gehegter Traum geht nun endlich in Erfüllung, ich freu mich gigantisch und tipp mal auf einen Meeega-Erfolg.“

Die „Mein Schiff“ startet am 5. Mai 2010 mit 2.000 Passagieren in Hamburg und fährt nach Dover bei London. Von dort gibt es reichlich Ausflugsmöglichkeiten, unter anderem nach London, wo die Gäste auf den Spuren der Rockmusik wandeln können – von Abbey Road und Penny Lane, vom „Street Fighting Man“ der Stones bis hin zu Rod Stewards „Gasolin Alley“.  Nach vier heissen Tagen und Nächten kommt die Krönung der Reise:  die Einfahrt des Rock-Liners zum Hamburger Hafengeburtstag, mit 150 röhrenden Gitarreros an der Reling, voller Panik-Power und Feuerwerk. Weitere Überraschungen folgen in den nächsten Tagen.

Udo Lindenberg hat immer Wert darauf gelegt, dass sich auch normale Fans den Rock-Tripp leisten können. Mit TUI Cruises hat er diesbezüglich eine gute Vereinbarung getroffen:  „Ich bin froh, dass wir für die Fans sogar´n Panik-Preis anbieten können, für den ganzen Tripp, Fan-Innenkabinen, sogar schon für 375 Euronen pro Nase. So ne Rock-Liner-Tournee soll eben für alle machbar sein.“

Der Vorverkauf läuft seit heute. Tickets in allen Reisebüros.

Mehr zum Rock-Liner und Online-Buchungen drüben bei TUI Cruises.

Quelle: Udo Lindenberg, TUI Cruises, Textbearbeitung: (ak). Foto: Tine Acke.

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In einem Leserbrief an MusikWoche nimmt Kai Schmidt, Geschäftsführer RepoRecords, zu Berthold Seligers kritischem Artikel zum „Subventions-Pop“ und der Initiative Musik Stellung, den der Veranstalter in der „Berliner Zeitung“ publiziert hatte. „In einem Punkt kann ich Herrn Seliger voll zustimmen, die Summe, die der Initiative Musik zur Verfügung steht, ist im Vergleich zur deutschen Filmförderung oder auch anderen eher fragwürdigen Subventionen, die zur Zeit getätigt werden, ein schlechter Witz“, schreibt Schmidt, der dem Konzertveranstalter noch in einem anderem Punkt folgt: Dass mit Polarkreis 18 eine Band, die bei Universal unter Vertrag steht, gefördert werde, beinhalte „Diskussionsbedarf“.

Doch Schmidt relativiert: „Aber wir leben nun einmal in einer Demokratie, und, wenn ich es selber auch kritisch betrachte, kann man hier keine Grenze ziehen – vor allem, wo will man sie denn ziehen? Es geht hier ja nicht um das Label allein, sondern um Label und Künstler, die gemeinsam gefördert werden. Sollen die Labels jetzt vielleicht noch erst ihren Jahresgewinn ausweisen, um so zu entscheiden, ob eine Band in Verbindung mit diesem Label förderungswürdig ist?“ Zudem habe die Initiative Musik bereits auswahlkriterische Rahmenbedingungen geschaffen „wie zum Beispiel, dass ein förderungswürdiger Künstler bisher keinen Goldstatus erreicht haben darf“, so Schmidt.

In vielen anderen Punkten könne der RepoRecords-Geschäftsführer Berthold Seligers Argumentation gar nicht folgen. „Will er sich anmaßen, zu entscheiden, dass die geförderten Bands langweilige Musik machen? Hat er sich überhaupt schon einmal mit den geförderten Bands auseinandergesetzt? Und am allerschlimmsten finde ich die Aussage, dass deutsche Popmusik im Ausland niemanden interessiert. Hier gibt es mehr als ein Beispiel, das zu wiederlegen, von Rammstein bis zu Dieter Bohlen gibt es eine Vielzahl an deutscher Popmusik, die internationale Anerkennung erhalten hat. Diese Aussage halte ich für sehr bedenklich, unbedacht und schädlich“, betont Schmidt.

„Ich selbst bin als Label mit einer meiner Bands Nutznießer der Initiative Musik“, legt Schmidt dar. „Durch die Initiative Musik Förderung wurden uns ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Zum ersten Mal konnten wir TV-Werbung für eine unserer Bands schalten. Zum ersten Mal hatten wir einen Video-Clip einer unserer Bands auf Heavy-Rotation bei einem Musiksender. Die Band konnten wir durch ganz Europa auf Tour schicken, und es bestand durchaus auch in nicht deutschsprachigen Ländern ein großes Interesse. Jetzt nach Ablauf der Förderung geht die Reise für unsere Band weiter. Im nächsten Monat treten sie in Brasilien auf einem Festival auf.“

„Vieles von dem Erreichten wäre ohne die Förderung der Initiative so nicht möglich gewesen, und gerade in der heutigen Zeit ist eine Förderung wie die der Initiative wichtiger denn je“, bilanziert Schmidt. Denn jungen Künstlern sei es heute „gar nicht mehr möglich, sich allein über die Verkäufe eines Debütalbums zu finanzieren, und für das Label lohnt sich ein Debüt in der Regel auch nicht mehr“, ergänzt er.

„Sollte also der Staat so deutsche Popmusik fördern? Meine Antwort ist ein ganz eindeutiges ‚Ja'“, schreibt der Labelbetreiber. „Die von Herrn Seliger angesprochenen Förderungsmöglichkeiten sehe ich als eine gute Ergänzung, nicht aber als Alternative“, meint Schmidt mit Bezug auf Seligers Vorschläge hinsichtlich umfassender Spielstättenförderung und der Öffnung von Klassikkonzertsälen für die so genannte U-Musik.

Quelle: musikwoche.de

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Rolf Stahlhofen legt ein neues Album vor: „Besser jetzt als nie“  steht ab 02. Oktober in den Läden. Es ist seine zweite Solo-CD und der Titel ist Programm. Einen besseren Veröffentlichungstermin hätte er sich nicht aussuchen können, musikalisch und inhaltlich treffen die 13 neuen Songs voll den Zeitgeist.

stahlhofen_coverMusiker, Produzenten und Künstler haben lange gearbeitet an dieser CD, ganz ohne Veröffentlichungsdruck. Das Ergebnis kann sich hören lassen: „Besser jetzt als nie“ klingt musikalisch gereifter und abgehangener als der Vorgänger. Mit seinen Texten beweist Rolf Stahlhofen, dass er sich einmischen will. Viele Lieder handeln vom Wunsch etwas zu ändern an den Ungerechtigkeiten dieser Welt. Dass es so lange gedauert hat, liegt dann auch an Stahlhofens Umtriebigkeit. Seit 2004 ist er viel gereist, hat Konzerte gespielt und soziale Projekte unterstützt: „Mit Musik habe ich mit Freunden viel bewegt, wir haben Solarwasseranlagen in Afrika errichtet, Krankenhäuser in Sri Lanka aufgebaut, haben Konzerte gegen Nazis gespielt und Schulen ohne Gewalt unterstützt – alles mit Musik, mit dem Element, welches mir am meisten Spaß macht, mich am meisten erfüllt“, schreibt er im CD-Booklet.

Paulo Mendonca, Hitlieferant für u.a. Chris Brown, Craig David oder Joe Cocker, Jörg Dudys und Stahlhofen himself haben „Besser jetzt als nie“ produziert. „Mendonca hat mich inspiriert, hat mir Musik und Gesang ganz neu beigebracht, wurde mein bester Freund und hat sich die Zeit genommen, mit mir dieses Album zu erschaffen, ganz ohne Zeitdruck, wenn es der Terminkalender und das Budget zuließen.“, sagt Rolf. Viele Songs wurden live aufgenommen, die Spielfreude der Musiker ist deutlich zu hören. Dabei lässt sich der vielseitige Entertainer auch nach vielen Jahren im Musikgeschäft nicht verbiegen. Er bleibt sich und seinem Stil treu. Geradeaus, powervoll, dabei immer einfühlsam. Auf dem neuen Album findet man von allem etwas. Kraftvolle, soulige Gesangspart wechseln sich ab mit zärtlichen Tönen: Rolf Stahlhofen in Hochform und mit der ein oder anderen neuen Facette. (…)

Nach vielen Konzerten mit All-Star-Band, wird er im kommenden Jahr wieder verstärkt mit seiner eigenen Band auf der Bühne stehen und die neuen Songs auch live präsentieren.  Ob alleine mit Piano-Begleitung, großem Orchester, oder mit Rock-Band, live ist Rolf Stahlhofen immer ein Erlebnis.

Wir dürfen uns freuen auf einen Sohn Mannheims, der sich emanzipiert und seinen eigenen Stil gefunden hat, ohne dabei seine Wurzeln zu verleugnen: Erdiger Soul, mit Funk- und Rockeinflüssen, der so in Deutschland seinesgleichen sucht.

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Quelle: etm Medieninfo (ak)

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