Zur Zukunft des Journalismus …

… wer soll das bezahlen ?

Aus der Welt der Massenmedien ist eine der Medienmassen geworden. Das Internet hat die ökonomische Basis von Medien und Journalismus auf den Kopf gestellt: Nicht mehr Berichterstattung ist ein rares Gut, sondern die Aufmerksamkeit des Publikums. Das hat schwerwiegende wirtschaftliche Folgen: wegbrechende Auflagen und Anzeigenerlöse können Verlage nur zu einem geringen Teil durch Online-Werbung kompensieren.

Wie also soll Journalismus künftig finanziert werden? Die Verleger fühlen sich von Google enteignet und verlangen staatliches Eingreifen, einige denken laut über Bezahlinhalte nach, und in den USA übernehmen bereits gemeinnützige Stiftungen die Finanzierung investigativer Reportagen. Derweil verdienen journalistische Einzelkämpfer, wie beispielsweise Technologie-Blogger, gutes Geld. Was machen sie anders? Und: Wäre es denkbar, dass künftig Leser selbst Journalisten für ihre Reportagen bezahlen?

Mehr drüben, hochinteressante Reportage bei  Elektrischer Reporter

[via]
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2 Gedanken zu “Zur Zukunft des Journalismus …

  1. Eine große Leipziger Tageszeitung zeigte in diesem Jahr in ihrem Verlagsgebäude eine Fotoausstellung mit dem Titel „20 Jahre Pressefreiheit“. Ich habe sie mir in der Karl-Liebknecht-Str. angesehen und bin kopfschüttelnd und zweifelnd wieder hinausgegangen. Dafür bin ich nun vor zwanzig Jahren auf die Straße gegangen. Tagebaubilder; zwei, drei Häuserfassaden – vorher und nachher; ein paar buntbemalte Punks; Gothik-Kostüme und nackte Haut. Darauf ist man in der Chefetage wohl nun stolz? Das man das geschafft hat! Das war hier vor zwanzig Jahren wohl nicht möglich? Wenn ich mich recht erinnere, bekam man vor dreißig Jahren bei lokalen Fotovereinen schon ziemlich ähnliche Bilder zu Gesicht.

    Die Ausstellung gab sehr genau die Qualität des Journalismus wider bei dem man „wieder angekommen ist“. Und mit der sich das Blatt sehr wohl identifizieren kann. Und dies schreibe ich mit keiner Silbe dem Einfluss des Internets zu. Auch wenn man sich der Bequemlichkeit halber gern darauf beruft. Diese Bequemlichkeit, Geiz und Gier fallen den Chefredakteuren jetzt zu Recht auf die Füße.
    Wenn man sich Parteien und irgendwelchen Industrie-Moguln an den Hals hängt, um mit derer Gelder konkurrenzfähig zu bleiben, respektive die Konkurrenz zu schlucken – wenn schon ein Lokalredakteur einem Bürgermeister nach dem Mund schreibt. Wenn die Erfolgsberichte und „fachlichen Beurkundungen“ konservativer Lobbyisten mit keiner Silbe hinterfragt werden. Was erwartet man dann? Etwas, dass man diesen Schund wieder in sich hineinwürgt – wie ein braver DDR-Bürger …

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