Digitale Ratlosigkeit

Seit einiger Zeit gibt es drüben bei SPIEGEL ONLINE  „S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine„. Sechs Autoren bloggen und kommentieren. Heute findet sich da ein Text von Sascha Lobo, den ich normalerweise ignoriere, weil er mir oft zu Guru-haft rüberkommt und bei jedem Netzthema als sogenannter „Experte“ zitiert wird. Doch diesmal hat er den Nagel auf den Kopf getroffen, wenn er von digitaler Ratlosigkeit und einer Überdosis Weltgeschehen „angesichts der allzu tiefen, oft allzu persönlichen Informationsflut des Netzes“ spricht (ak):

Es mag sich zwar irgendwie richtig anfühlen, Solidarität mit der arabischen Jugend im Netz zeigen, indem man unterstützende Worte irgendwo hinschreibt. Aber es hat viel davon, jemandem in einem brennenden Haus freundlich zuzuwinken. Das Netz ist voll von Plattformen, auf denen man Empörung äußern oder sich zu irgendwas bekennen kann und anschließend digitale Forderungen in die Welt setzt. Sie wirken allesamt wie hilflose Akte der Selbstvergewisserung, man habe Mitgefühl und ethische Prinzipien: eine blasse, weitgehend wirkungslose Facebook-Menschlichkeit.“

Drüben gibt es den sehr lesenwerten kompletten Text.

Quelle: S.P.O.N. | SPIEGEL ONLINE
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