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Neue Tochter für NRJ

Die NRJ Group, die auch die deutsche Radio-Energy-Stationen betreibt, hat mit NRJ Services & Solutions eine eigene Firma für New Business und Events für den deutschsprachigen Raum ins Leben gerufen. Sie soll für die NRJ Group und die Marke Energy in Deutschland, Österreich und der Schweiz neue Geschäftsfelder erschließen.

Als Geschäftsführer der in Berlin ansässigen Division fungiert Frank Maass, bislang Senior Vice President National Coorperations & Sales Promotions bei Energy Media. Als weitere Geschäftsführer hat der französische Medienkonzern Patricia Baehr, die Kaufmännische Leiterin von Radio NRJ, und den NRJ-Geschäftsführer Christophe Montague.

Quelle: MusikWoche

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Energy Sachsen erfindet sich ab heute neu. Morgenmoderatorin Friederike Lippold alias Freddy hatte sich  Ende Juli nach neun Jahren tränenreich von der Morningshow „Knallwach“ verabschiedet. Darum bezieht heute Nadine Kallenbach „Die Energy Sachsen Aufsteh-WG“. Als Mitbewohner wurden Melanie Dlamini, verantwortlich für das Wetter, und David Mannheim, künftiger Mann für den Service und Verkehr, verpflichtet.

Nadine Kallenbach kam im Juli von der MDR-Popwelle JUMP zu Energy Sachsen. Melanie Dlamini stammt aus Österreich und war zuletzt als DJane und Autorin beschäftigt. David Mannheim ist bereits seit längerer Zeit Produzent der Morgensendung „Knallwach mit Freddy“ gewesen und wird diese Tätigkeit auch fortführen. Inhaltlich sollen laut Morgenmoderatorin Nadine Service und Tipps im Vordergrund stehen. „Wir bieten ganz klar auf die Zielgruppe zugeschnittene Infos“, sagt sie. Unter anderem soll es Rubriken wie „WG-Schnorrer“, „WG-Aufreger“ und „Netz-WG“ geben. (…)

Die Mittagssendung von 10 bis 14 Uhr ist thematisch auf das Internet zugeschnitten. Oli Harrington, der mit Unterbrechung seit vielen Jahren für Energy moderiert, informiert in „Online mit Oli“ zu Communities, bringt Netzfundstücke oder erzählt, was im Internet derzeit Trend ist. Nutzen wolle der Sender dabei auch seine Präsenzen in den Netzwerken Facebook und Twitter. (…) Der Nachmittag von 14 bis 18 Uhr wird von Marie Possehl moderiert. Die 25-Jährige war zuletzt bei Stationen in Berlin tätig und soll in ihrer Sendung vor allem „Hits am laufenden Band“ spielen.

Musikkompetenz soll auch Eric Mickan beweisen, der von 18 bis 21 Uhr Neuvorstellungen, das Album der Woche und Newcomer-Bands spielen will. (…)

Programmchefin Carola Jung setzt in das junge Team große Hoffnungen. „Wir müssen uns allesamt nicht erst in die Zielgruppe hineindenken – wir sind selbst Zielgruppe und wissen, was uns interessiert oder langweilt. Alle sind mit 100 Prozent dabei“, sagt sie.  (…)

Den ganzen Artikel finden Sie hier

Quelle: radioszene.de. Autor: Daniel Große. Erschienen auch in Leipziger Volkszeitung und Freie Presse.

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Heute vor 15 Jahren ging Energy Sachsen auf Sendung. Damals als einziger Jugendsender in Mitteldeutschland (ausgenommen Berlin) und mit einem innovativem Konzept. Dazu erschien heute nachfolgender Artikel von Daniel Große in der Printausgabe der Leipziger Volkszeitung:

Energy Sachsen – 15 Jahre im Auf und Ab

Am 21. Juni 1993, um 12 Uhr, war Bert Braito zu hören, dann kam „Somebody to love“ von Queen. Energy Sachsen war gestartet, ein Programm das „Wirbel machen wird“, versprach Programmchef Adam Hahne. Drei Monate später wechselte er zu delta Radio nach Kiel und Wortchef Arno Köster rückte nach: „Es war abenteuerlich. Eine Woche vor Sendestart wussten wir nicht, womit wir senden werden. Dann kam gebrauchte Technik vom Lizenzgeber NRJ aus Frankreich, die in Windeseile installiert wurde.“ Auch Diana Holtorff (heute R.SA) war eine der ersten. Ihre Zeit beim Sender beschreibt sie als „puren Patriotismus. Es war ein großes Abenteuer, ein bisschen wie Zeltlager.“

Arno Köster setzte auf Namen und bewies mit (u.a.) „Nur Deutsch“ oder „Kommunikation und Krach“ Musikkompetenz. Die Leipziger DJs Raik E und Milk schufen „Stunde 0“, Olaf Schliebe machte sich mit „High Energy“ einen Namen. Die Partysendung „ExtraBrait-O“ sendete in direkter Konkurrenz zu „Maxi-Mal“. Seinerzeit kam auch das Comedyduo Stefan Barth und Tilo Liebsch zusammen. Stefan Barth, heute Radioberater und Comedyautor: „Wir waren damals alle sehr kreativ. Ich glaube, das lag auch am geringen Budget.“ In Quoten schlug sich das nicht nieder. Weder zur Mediaanalyse 1995 noch 1996 gab es Zahlen. Arno Köster musste gehen. Markus Käkenmeister kam. „Er war Verwalter statt Gestalter“, erinnert sich Jan Schlegel.

Am 17. Februar 1997 begann nach einem Brand in der Leipziger Nonnenstraße eine neue Ära mit moderner Digitaltechnik. 2000 kam dann der große Wechsel zur Quote: Friederike „Freddy“ Lippold ging auf Sendung, entdeckt von Programmchef Markus Heinker.

Am 13. Juli 2001 gab Frank Wilkat als neuer Mann auf diesem Posten einen beindruckenden Einstand: er entließ neun Mitarbeiter. Am Montag darauf fingen zwölf neue Praktikanten an. „Das Radio verliert an Emotionalität“, kommentierte damals der gekündigte Moderator Alex Huth. 2002 wurde Anja Schulze erste weibliche Programmverantwortliche, 2004 hatte Energy sieben Prozent mehr Hörer. Zwei Jahre später musste sie trotzdem gehen. Ende 2006 zog der Sender ins Leipziger Medienzentrum zur PSR-Gruppe. Dort ist seit April Thomas Wetzel Programmchef. Der will wieder mehr auf Namen setzen, die Marke Freddy ausbauen und Energy zum Kult machen. Ein Ziel, das bei derzeit 57.000 Hörern in der Stunde wohl schwer werden dürfte.

Quelle: Leipziger Volkszeitung, Printausgabe vom 21./22. Juni 2008.

Die Fotos zeigen den ersten Energy-Aufkleber zur Start-Kampagne (Vorder- und Rückseite). Danke an „Zwerg#8“ und Daniel Große.

Anmerkung: Richtig ist, dass es 1995 und 1996 keine MA-Zahlen gab. Dies war jedoch der Tatsache geschuldet, dass die Analyse für das Bundesland Sachsen durchgeführt wurde. Energy hatte damals nur Stationen in Leipzig, Dresden und Chemnitz, wodurch schon die für die Ausweisung nötige „Fallzahl“ nicht erreicht wurde. Von daher wurde erstmals 1994 und dann auch 1995 – in Kooperation mit der SLP – eine eigene Umfrage durchgeführt – damals unter der Bezeichnung „EMA Ost“. Darin wurde Energy Sachsen in den drei großen sächsischen Städten als Marktführer bei den 14 -29jährigen ausgewiesen. Insofern darf spekuliert werden, dass der Sender Mitte der 90er mehr Hörer hatte als heute …(ak)

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