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Kultrocker Udo Lindenberg hat seinen ganz eigensinnigen Songwettbewerb ins Leben gerufen und schreibt ihn jetzt neu aus – den Panikpreis. Dabei kommt es vor allem auf die Texte an. Junge Musiker, Texter, Lindi- und Individuelle, Provokateure, Pioniere und konsequente Klartextler sind aufgerufen mitzumachen. Eingereicht werden drei neue Songs auf Deutsch oder mit einem hohen deutschsprachigen Anteil. Sie sollten dem Aufruf von Hermann Hesse und Udo Lindenberg zur totalen Eigenständigkeit folgen und dies künstlerisch umsetzen. Der Panikpreis bietet Nachwuchsbands und Einzelkünstlern die Chance auf professionelle Unterstützung. Experten aus der Branche geben Tipps für den sicheren und nachhaltigen Einstieg ins Musikgeschäft.

Projekt4

Alles ist möglich, musikalische und textliche Grenzen gibt es nicht. „Experimentell neue Wege gehen, hab ich von Hermann gelernt, du gehörst nicht zur stummen Armee der Normalos. Wir feiern das highlige Unikat. Kein Massen-Gesäusel wie bei „Superstars & Co“. Das wollen wir hören beim Panikpreis“, so Udo Lindenberg über seine Intention, den Wettbewerb auszuschreiben.

Die Bewerbungsphase läuft vom 15. Oktober 2009 bis 31. März 2010. Eine mit hochkarätigen Persönlichkeiten aus Musik und Medien besetzte Jury unter Vorsitz von Udo Lindenberg wählt aus allen Einsendern 10 Halbfinalisten, die dann erneut eine Live-DVD einschicken müssen. Nach Überprüfung der Live-Fähigkeiten bestimmt das Gremium dann die sechs Finalisten, die im Juli 2010 beim großen Panikpreis-Finale auf dem Marktplatz in Calw live gegeneinander antreten.

Für den ersten Platz gibt es 3.000 Euro und einen Auftritt gemeinsam mit Udo Lindenberg & Panikorchester noch am selben Tag. Die Zweitplatzierten werden zu einem Panikkurs mit Udo Lindenberg und seinen Experten nach Hamburg eingeladen und bekommen 2.000 Euro. Ein Coaching an der Popakademie in Mannheim, sowie 1.000 Euro winkt den Dritten. Für die beste Hermann-Hesse-Vertonung schreibt die Sparkasse Pforzheim Calw einen Sonderpreis aus, der mit 750 Euro dotiert ist.

Newcomer-Bands und Einzelkünstler können ab sofort auf der Webseite der Udo Lindenberg Stiftung die Ausschreibungsunterlagen runterladen und sich auf dem Bandportal registrieren. Hier können sie ein eigenes Profil anlegen und die Wettbewerb-Songs präsentieren. Als Inspiration kann auf diesen Seiten auch erforscht werden, was die Weltsicht von Udo Lindenberg und Hermann Hesse verbindet.

UDO Stift Logo Die Udo Lindenberg Stiftung schreibt den Panikpreis bereits zum zweiten Mal aus. Sie fördert junge Musiker durch Wettbewerbe und Preise und will dazu beitragen, das Werk von Hermann Hesse mit moderner Musik zu verbinden. Im Geiste des Stifters unterstützt sie darüber hinaus nationale und internationale Aktivitäten und möchte weltweit den Schwächeren zur Seite stehen. So konnten durch das Panikpreisfinale und Spenden in 2008/2009 rund 40.000 Euro für eine Einrichtung in Tansania gesammelt werden, die über 300 Straßen- und Waisenkindern Heim- und Ausbildungsstätten bietet.

Auch in diesem Jahr wird die Udo Lindenberg Stiftung wieder ein Projekt in Afrika unterstützen. Nähere Informationen hierzu folgen. (ak)

Medieninfo download

Ausschreibungsunterlagen download

Panikpreis im Internet

Mehr zur Udo Lindenberg Stiftung

Rückfragen:

Journalisten wenden sich bitte an:

Arno Köster, arnokoester(at)udo-lindenberg-stiftung(punkt)de

Bewerber können nachfragen bei:

Sandra Schumm, info(at)panikpreis(punkt)de

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Die ARD-Jugendwellen verleihen in diesem Jahr zum zweiten Mal ihren Musikpreis. Auf der Veranstaltung am 18. September 2009 im DOT-Club in Berlin spielen vier Bands, die beim Online-Voting auf der gemeinsamen Plattform für neue Musik von Fritz, YOU FM und MDR Sputnik die meisten Stimmen erhalten haben. Eine Jury entscheidet wer den zweiten RadioAward für neue Musik bekommt. Der Gewinner-Band winkt ein Gutschein über € 10.000 für Musikequipment. Sieger im vergangenen Jahr waren „Bonaparte“ aus Berlin. Mehr Infos demnächst hier.

Klick: ARD-Plattform für neue Musik (mySPUTNIK)

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Heute vor 15 Jahren ging Energy Sachsen auf Sendung. Damals als einziger Jugendsender in Mitteldeutschland (ausgenommen Berlin) und mit einem innovativem Konzept. Dazu erschien heute nachfolgender Artikel von Daniel Große in der Printausgabe der Leipziger Volkszeitung:

Energy Sachsen – 15 Jahre im Auf und Ab

Am 21. Juni 1993, um 12 Uhr, war Bert Braito zu hören, dann kam „Somebody to love“ von Queen. Energy Sachsen war gestartet, ein Programm das „Wirbel machen wird“, versprach Programmchef Adam Hahne. Drei Monate später wechselte er zu delta Radio nach Kiel und Wortchef Arno Köster rückte nach: „Es war abenteuerlich. Eine Woche vor Sendestart wussten wir nicht, womit wir senden werden. Dann kam gebrauchte Technik vom Lizenzgeber NRJ aus Frankreich, die in Windeseile installiert wurde.“ Auch Diana Holtorff (heute R.SA) war eine der ersten. Ihre Zeit beim Sender beschreibt sie als „puren Patriotismus. Es war ein großes Abenteuer, ein bisschen wie Zeltlager.“

Arno Köster setzte auf Namen und bewies mit (u.a.) „Nur Deutsch“ oder „Kommunikation und Krach“ Musikkompetenz. Die Leipziger DJs Raik E und Milk schufen „Stunde 0“, Olaf Schliebe machte sich mit „High Energy“ einen Namen. Die Partysendung „ExtraBrait-O“ sendete in direkter Konkurrenz zu „Maxi-Mal“. Seinerzeit kam auch das Comedyduo Stefan Barth und Tilo Liebsch zusammen. Stefan Barth, heute Radioberater und Comedyautor: „Wir waren damals alle sehr kreativ. Ich glaube, das lag auch am geringen Budget.“ In Quoten schlug sich das nicht nieder. Weder zur Mediaanalyse 1995 noch 1996 gab es Zahlen. Arno Köster musste gehen. Markus Käkenmeister kam. „Er war Verwalter statt Gestalter“, erinnert sich Jan Schlegel.

Am 17. Februar 1997 begann nach einem Brand in der Leipziger Nonnenstraße eine neue Ära mit moderner Digitaltechnik. 2000 kam dann der große Wechsel zur Quote: Friederike „Freddy“ Lippold ging auf Sendung, entdeckt von Programmchef Markus Heinker.

Am 13. Juli 2001 gab Frank Wilkat als neuer Mann auf diesem Posten einen beindruckenden Einstand: er entließ neun Mitarbeiter. Am Montag darauf fingen zwölf neue Praktikanten an. „Das Radio verliert an Emotionalität“, kommentierte damals der gekündigte Moderator Alex Huth. 2002 wurde Anja Schulze erste weibliche Programmverantwortliche, 2004 hatte Energy sieben Prozent mehr Hörer. Zwei Jahre später musste sie trotzdem gehen. Ende 2006 zog der Sender ins Leipziger Medienzentrum zur PSR-Gruppe. Dort ist seit April Thomas Wetzel Programmchef. Der will wieder mehr auf Namen setzen, die Marke Freddy ausbauen und Energy zum Kult machen. Ein Ziel, das bei derzeit 57.000 Hörern in der Stunde wohl schwer werden dürfte.

Quelle: Leipziger Volkszeitung, Printausgabe vom 21./22. Juni 2008.

Die Fotos zeigen den ersten Energy-Aufkleber zur Start-Kampagne (Vorder- und Rückseite). Danke an „Zwerg#8“ und Daniel Große.

Anmerkung: Richtig ist, dass es 1995 und 1996 keine MA-Zahlen gab. Dies war jedoch der Tatsache geschuldet, dass die Analyse für das Bundesland Sachsen durchgeführt wurde. Energy hatte damals nur Stationen in Leipzig, Dresden und Chemnitz, wodurch schon die für die Ausweisung nötige „Fallzahl“ nicht erreicht wurde. Von daher wurde erstmals 1994 und dann auch 1995 – in Kooperation mit der SLP – eine eigene Umfrage durchgeführt – damals unter der Bezeichnung „EMA Ost“. Darin wurde Energy Sachsen in den drei großen sächsischen Städten als Marktführer bei den 14 -29jährigen ausgewiesen. Insofern darf spekuliert werden, dass der Sender Mitte der 90er mehr Hörer hatte als heute …(ak)

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