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„Wasser für Annedore“ ist ein gemeinsames Projekt der Udo Lindenberg Stiftung in Kooperation mit Water is Right. Ziel war es, an der New White House Academy in Voi, Kenia, eine autarke Wasserversorgung zu schaffen. Bisher musste die Schule monatlich viel Geld ausgeben, um die regelmäßig ankommenden Tanklaster zu bezahlen. Aufgrund des schnellen Wachstums und dem Bau einer Secondary School, waren diese Kosten so hoch gestiegen, dass teilweise sogar die Existenz von New White House Academy gefährdet war.

Im Januar 2016 recherchierten Karun Koernig von Water is Right und Arno Köster für die Udo Lindenberg Stiftung vor Ort, wie es um die Wasserversorgung bestellt ist. Sie erfuhren Schockierendes. Voi war damals vom öffentlichen Wassernetz abgetrennt. Ein Pumphäuschchen, das die Region versorgt, wurde für den Bau der neuen Eisenbahnstrecke zwischen Nairobi und Mombasa niedergerissen und nie wieder aufgebaut. Hoffnungen auf eine Versorgung von New White House Academy per Leitung, waren genauso utopisch, wie die Errichtung eines Verteilerssystems, das mehrere Schulen in der Region versorgt. Nach Gesprächen mit Fachleuten und Behördenvertretern vor Ort war schnell klar, dass dies – aufgrund nicht vorhandener Infrastruktur – so nicht umzusetzen war. Schließlich beschlossen alle Beteiligten, für New White House Academy eine autarke Wasserversorgung zu schaffen. Im Oktober 2016 starteten die Bohrungen. Das Video gibt einen kleinen Eindruck davon.

Bis zum Erfolg waren ein paar technische und menschliche Hürden zu nehmen. So hatte niemand die spezielle Bodenbeschaffenheit in Voi eingeplant. Ausgerechnet auf dem Gelände der New White House Academy, lag der zu durchdringende Fels sehr tief. Darüber fanden die Experten eine teilweise sehr matschige Schicht, die dafür sorgte, dass das frisch gebohrte Loch immer wieder nachsackte. Die Probleme konnten schließlich gelöst werden und nach rund vier Wochen stießen die Bohrer in knapp 150 Metern Tiefe auf Wasser. Gemeinsam mit Annedore Biberstein, beschlossen Karun Koernig und Arno Köster, das System mit einer Solarpumpe zu betreiben. Tanks und Steuerungselemente sollten auf, bzw in einem Wasserturm stehen, den die fleißigen Arbeiter aus Voi und Umgebung innerhalb von einer Woche hochzogen. Anschließend begann der Bau eines Verteilersystems aus Leitungen. Jedes Gebäude der Schule sollte erreicht werden, insbesondere der neue Schlafsaal der Mädchen in der Secondary School, sowie Küchen und Duschen der Primary School. Inzwischen wurden diese Arbeiten beendet und nahezu jedes Gebäude hat nun fließendes Wasser.

Das Projekt kam zum richtigen Zeitpunkt. Seit einigen Jahren regnet es in der Region kaum noch, in diesem Jahr herrscht eine besonders starke Trockenheit. Viele Nachbardörfer haben kein Wasser, oder sind auf die teuren Tankwagen-Lieferungen angewiesen. Für die New White House Academy ist das Bohrloch ein Segen. Im Video erzählt Gründerin Annedore Biberstein warum.

Insgesamt haben Udo Lindenberg Stiftung und Kenya Children Help rund € 39.000,00 investiert. Mit dem Know How von Water is Right konnte alles schnell und professionell entwickelt und umgesetzt werden. Danke auch an „Musik bewegt„.

Mehr Videos aus Kenia und über unsere Projekte, finden Sie drüben.

Text + Video: (ak). © Udo Lindenberg Stiftung.

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Sechs Monate sind vergangen seit unserem letzten Besuch in Voi, Kenia. Im Februar hatten wir uns – im Auftrag von Udo Lindenberg Stiftung und Water is Right Foundation – vor Ort ein Bild über die Wasserversorgung in der Region gemacht, arbeiten wir doch seit inzwischen fast einem Jahr an einer Lösung für die New White House Academy.

Nachdem Chefin Annedore Biberstein Anfang des Jahres noch recht zuversichtlich war, dass die Schule schon bald an das öffentliche Wassernetz angeschlossen wird, hat sich diese Hoffnung inzwischen zerschlagen. Für die Erneuerung der Eisenbahnlinie zwischen Nairobi und Mombasa, wurde Ende 2015 ein Pumphäuschen abgerissen, das der Verteilung in mehrere Regionen diente. Trotz Versprechungen, wurde es bis heute von den chinesischen Bauherren nicht wieder aufgebaut. Für uns hat das Warten damit ein Ende. Bereits im vergangenen Jahr hatte Projektkoordinator Karun Koernig für die Udo Lindenberg Stiftung ein Konzept gemacht, welche mehrere Möglichkeiten vorsieht. Hauptziel dabei immer, New White House Academy so autark als möglich zu machen.

Bisher kommt einmal die Woche ein Tankwagen, der die Schule beliefert. Rund 2000 Euro kostet das im Monat. Ein Betrag, den Annedore Biberstein künftig gern sparen möchte, um das Geld an anderer Stelle einsetzen zu können. Die aktuelle Planungen sehen vor, New White House Academy mit einem eigenen Versorgungssystem auszustatten. Damit künftig keine Kosten mehr für Wasser entstehen, braucht es auf dem Gelände ein eigenes Bohrloch mit Pumpen, einen Brunnen und ein kleines Haus, in dem alles sicher untergebracht wird. Da Annedore Biberstein bereits vor Jahren versucht hatte, das Verteilungssystem in der Schule auszubauen, sind Tanks, Rohre und Schläuche bereits vorhanden. Sie alle werden in das neue System integriert und müssen nicht extra angeschafft werden.

Ziel ist es, die Wasserversorgung von New White House Academy autark zu machen und Kosten von rund € 800 im Monat einzusparen. Startschuss des Projektes ist in der zweiten Oktoberwoche. Gemeinsam mit lokalen Firmen und Handwerker werden Karun Koernig und Arno Köster in Voi zunächst mit den Bohrungen beginnen. Alle Beteiligten sind sich nahezu sicher, dass hier auch Wasser gefunden wird. Zwar gibt es in der Nachbarschaft inzwischen viele Bohrlöcher, was bedeuten könnte, dass erst in entsprechender Tiefe Wasser sprudelt, oder – im schlimmsten Fall – auch gar keins. Doch Annedore Biberstein ist zuversichtlich. Sie setzt darauf, dass New White House Academy näher an den Bergen liegt, als alle Nachbarn, was eine große Chance birgt, auch Wasser zu finden.  In einem zweiten Schritt wird dann ein Verteilersystem mit Ausgabestellen gebaut,  sowie ein Wasseraufbereitungssystem installiert.

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Das Projekt ist jetzt auch auf der Spendenplattform „Musik bewegt“ zu finden. Hier finden Sie weitere Informationen und können uns unterstützen. Jede Spende ist steuerlich absetzbar.

Mehr über Musik bewegt 

Ganz einfach hier spenden

 

 

Das Video zeigt unseren Besuch in New White House Academy im Februar. Darin finden Sie mehr über den Stand der Wasserversorgung, der bis heute unverändert ist. © ak

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Die Ausschreibung für den fünften Panikpreis der Udo Lindenberg Stiftung läuft noch bis kommenden April. Wie die Jahre zuvor,  unterstützt die Stiftung damit auch wieder ein Projekt in Kenia.

Das Kuratorium entschied sich, in 2016 der „New White House Academy“ in Voi beim Bau einer Secondary School zu helfen. Sie gibt Kindern in einer schwierigen Region eine Zukunft. Außerdem soll bis 2017 eine Waterbox in der Einrichtung installiert werden, was ggf mit einem Brunnenbau verbunden ist.

Zur Situation vor Ort und Hintergründe zum Projekt finden Sie hier ausführliche Informationen.

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Wenn Sie helfen möchten, spenden Sie bitte unter dem Verwendungszweck „Schule für Voi“ auf das Konto der Udo Lindenberg Stiftung:

IBAN: DE31 6665 0085 0000 0544 45 BIC: PZHSDE66 Sparkasse Pforzheim Calw

Weitere Informationen

Foto: Annedore Biberstein mit Arbeitern auf der Baustelle in Voi

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